Maßgeblich in Geschmacksfragen. Suchen | Kontakt | Impressum
Kopfbild
Startseite | N | Nagelfar | Hünengrab im Herbst

.:: True :: UnTrue ::.

» Schnellauswahl «
A B C D
E F G H
I J K L
M N O P
Q R S T
U V W X
Y Z Andere
Splits Sampler

Berichterstattung
  · Konzertberichte
  · Konzertfilme
  · Gespräche
  · Hören & Sehen
  · Streitfälle

Vönger
  · Kommerz   · Personal
  · Marschmusik
  · Selbstdarstellung
  · Familienalbum
  · Karriere

» Schnellsuche «

Nagelfar # Hünengrab im Herbst

Kein Bild gefunden

Nennenswerte Black Metal Bands aus Deutschland kann man zur Zeit noch an einer Hand abzählen. Für Nagelfar würde ich zumindest für die Zukunft einen Finger davon reservieren. Ihr Debut 'Hünengrab im Herbst' ist nämlich durchaus vielversprechend.
Nach einem kurzem, aber gigantisch gutem, weil effektivem und originellem Intro beginnt mit 'Seelenland' der erste von insgesamt sechs durchweg hörenswerten Songs, deren zumeist epischer bis hymnischer Charakter einen Großteil zum Wiedererkennungswert beiträgt. Weiteres unverwechselbares Markenzeichen von Nagelfar auf diesem Album ist der Gesang. Das leidenschaftlich vorgetragene Kreischen besitzt erfreulicherweise schon so etwas wie eine eigene Note, ist aber sicherlich noch ausbaufähig. Daneben bedient man sich aber immer wieder einer unverzerrten männliche, tiefen Stimme, die, wenn sie denn einen eher narrativen Charakter aufweist, durchaus ihre Reize und Daseinsberechtigung hat, bei den gesungen Passagen aber mit ihrem dilettantischen Dark-Wave-Timbre eher für Erheiterung als für Ehrfurcht sorgt ('Flug der Raben'). Neben seltener vorkommenden choralen Abschnitten, trifft man aber immer wieder auf herzergreifend hingebungsvoll herausgeschriene Parts, die für ein angenehm grausiges Erschaudern sorgen. Auch wenn die Qualität der Umsetzung zwischen unfreiwillig komisch und großartig schwankt, in Sachen Vokalvariabilität gehören Nagelfar jetzt schon zur Elite.
Doch auch musikalisch befinden sich die Deutschen auf einem verheißungsvollem Weg. Die Gitarrenmelodien sind weit mehr als nur erträglich, gehen für meinen Geschmack aber zu sehr in der Produktion unter. Das Keyboard hingegen agiert mit der nötigen Zurückhaltung auf einem für deutsche Verhältnisse hohem Niveau. Die Lieder bieten ein gesundes Maß an Abwechslung und präsentieren Nagelfar als Band, die durchaus in der Lage ist, eigene und vor allem originelle Ideen in die Stücke einzubauen. Im zweiten Song 'Schwanengesang' hätte man zwar diesen pomösen Keyboardeffekt vielleicht etwas sparsamer einsetzen sollen, trotz kleiner Schwächen hinterläßt dieses Debut aber einen durchgehend positiven Eindruck. Noch gehört man nicht zur internationalen Spitze, aber das könnte sich schon bald ändern, im nationalen Bereich spielt man schon jetzt an vorderster Front.

Deadleft am 05.04.2004




Titelliste

01. Intro
02. Seelenland
03. Schwanengesang
04. Hünengrab im Herbst
05. Bildnis der Apokalypse
06. Srontgorrth (Das dritte Kapitel)
07. Der Flug des Raben


Spielzeit

55:33 min


Erscheinungsjahr

1997


Label

Kettenhund Records


Vergleichbarer Ohrenschmaus



Splits mit Nagelfar



.:: zurück :: nach oben ::.

© 1996-2019 Vönger
erstellt durch dunkelland - metalArt
Unser RSS-Feed Get Firefox