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Arckanum # Kampen

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Aufgrund der vielen Lobreden, die in Zines und Mailordern auf Arckanum gehalten wurden, orderte ich mir seinerzeit 'Kampen', mehr oder weniger unwissend, was mich erwartete - und war fast ein bißchen enttäuscht, als ich zum ersten Mal reinhörte. Jedenfalls hatte ich mir die Sache irgendwie spektakulärer vorgestellt.
Die Musik ist ziemlich simpel aufgebaut: Grundgerüst ist ein dumpfes, sehr schnell gespieltes Schlagzeug, eine Gitarre, die einfache Melodiefolgen von sich gibt, und der kehlige, heisere Gesang von Shamaatae, dem einzigen Bandmitglied. Einen Bass, Keyboards oder andere Instrumente gibt es, soweit ich es herausgehört habe, nicht. Der Gitarrensound ist sehr trocken, aber überhaupt nicht sägend oder brutal; dadurch fehlt der Musik diese Black-Metal-typische Aggressivität und Kälte. Insgesamt kommt sie also vergleichsweise gemäßigt daher, klingt weder sonderlich norwegisch noch schwedisch. Eine kräftige Frauenstimme gesellt sich ab und an hinzu, und verleiht durch ihr beschwörendes 'Jodeln' dem ganzen manchmal eine schamanische, mystische Stimmung. Diverse Natursamples (z.B. Vogelgezwitscher oder das Rauschen eines Baches) grenzen die einzelnen Song(teile) voneinander ab; wobei 'Kampen' auf zwei CDs verteilt wurde und pro Scheibe aus nur zwei, jeweils ca.10-20-minütigen Einheiten besteht.
Eines Blickes würdig ist die Bookletgestaltung: Shamaatae hat in mühevoller Kleinarbeit sämtliche Texte von Hand niedergeschrieben und sie mit vielen kleinen Bildchen und Kritzeleien verziert. Zwar kann man das verschnörkelte Altschwedisch nicht entziffern, man bekommt aber das Gefühl, etwas zu besitzen, hinter dem wirklich Hingabe und Zeit steckt.
Erst aus der Distanz betrachtet und nach vielfachem Hören meine ich heute die schlichte Schönheit und das Geheimnisvolle zu erkennen, was Arckanums Musik letztlich ausmacht. 'Kampen' braucht viel Zeit, um verstanden zu werden, und es wird dem Hörer nicht gerade leicht gemacht, sich hineinzuversetzen. Sei es nun durch die oft gleichförmigen, nur selten wirklich eingängigen Stücke, den Sound, oder auch die Unüberschaubarkeit insgesamt. Ein Album, das weniger durch seine musikalische Klasse, als mehr durch Nonkonformität besticht.

Herjulf am 21.02.2005




Titelliste

01. Kamps tekn
02. Frana
03. Tronan yvir pusand landskaps mark
04. Pa gruvstiigher vandrum
05. Mimir natz fughlir
06. Trulfylket, rapz ok os
07. Pe Hæmpndlystnir fran dimban
08. Nær ok fiær
09. Skipu vidit dunkel
10. Pær vindanir dvælies
11. Sangin kaos


Spielzeit

73:16 min


Erscheinungsjahr

1998


Internetseite



Label

Necropolis Records


Vergleichbarer Ohrenschmaus



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