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Das Thrash Metal-Publikum als Gaußverteilung

Thrash and Death Metal Festival

Contradiction, Rebattered, Naked Frenzy, Warfield Within, RedRum, Forces@Work, N-Jected, Pretrash, Bloody Mary

Ort: Wuppertal / Die Börse
Datum: 20.09.2008


Vielmehr aus Gründen der Unterstützung der lokalen Metalszene als aus musikalischen, war ich beim Thrash 'n' Death Festival an meiner momentanen Wirkungsstätte. Ab 17.30 Uhr traten in der Wuppertaler Börse Gruppen aus der Region auf, die bunt gemischt dem titelgebenden Genre angehörten. Nachdem ich von der an der Kasse sitzenden jungen Dame freundlicherweise eine offizielle Fotoerlaubnis bekam (wobei im Inneren vom Publikum aus trotzdem munter fotografiert wurde), kam mit Bloody Mary die erste Gruppe des Tages.

Die Wuppertaler Nachwuchsgruppe spielte rockigen Metal vor etwa 30 anwesenden Leuten im Saal. Sie waren genauso wie die folgenden RedRum (= 'murder', bekannt aus 'Shining') beim städtischen Schülerrockfestival aktiv. RedRum hatte während des Auftritts öfters Probleme mit der Technik, so daß stellenweise auch Stücke abgebrochen werden mußten (dafür durften sie am Ende ein Lied mehr spielen). Zuweilen konnte man den Stücken eine gewisse Disharmonie entnehmen, die entweder auf spielerische Unfähigkeit oder eben genannte Probleme zurückzuführen ist. Da sich der Sänger allerdings öfters fragend zum Schlagzeug umdrehte, nehme ich letzteres an. Dadurch war es leider kaum möglich, einen flüssigen Auftritt zu meistern und den Thrash/Death Metal der Gruppe vorzutragen, welcher Grunzgesang enthielt und soweit gehört ganz annehmbar war.

Contradiction
Contradiction



Forces@Work, die ihre Musik scherzhaft als 'Glam-Rock' bezeichneten, spielten für meine Ohren eher etwas in Richtung Metalcore/Death Metal, wobei in den ruhigen Teilen der Lieder auch ihre frühere Instrumentalkarriere durchschimmerte, die mir weitaus besser gefiel, da ich mich mit dem Gesang nicht anfreunden konnte. Das mittlerweile auf 60 Leute angewachsene Publikum konnte wohl mit dem Mix auch nicht viel anfangen und blieb regungslos im Raum stehen. Die befreundeten N-Jected mischen normalen Gesang mit Growls und spielten harten, teilweise melodischen Death Metal. Auch hier gefiel mir die Stimme nicht sonderlich, glitt sie doch manchmal in den Metalcore ab. Das Spiel der Gitarren vor dem Konzert, als sie gestimmt wurden, sagte mir auch mehr zu. Vor der Bühne verteilte sich das Publikum etwa 10-20-40, wobei zwischen den Personengruppen immer fünf Meter Abstand herrschte und die hinteren 40 Zuschauer am Ende des Saals standen. Dementsprechend auch hier keine großartige Stimmung.

Ganz anders war dies bei Rebattered. Wie aus dem Nichts füllte sich der Saal mit dem zuvor außerhalb trinkenden und rauchenden Leuten und die Stimmung während des Auftritts sollte die beste am Abend werden. Der Vorteil von Thrash Metal Gruppen gegenüber meinen favorisierten Black Metallern ist, da sie nicht so auf das Image achten müssen und auch Spaß mit dem Publikum machen/haben können. So erwies sich der Sänger als passabler Animateur und heizte den Fans immerfort mit Sprüchen ein oder forderte sie zur 'Wall of Death/Thrash' auf, was diese pflichtbewußt erledigten. Das lag vielleicht auch daran, daß bei dem Konzert (bedingt durch die vielen Schülergruppen) überwiegend Kinder/Jugendliche anwesend waren, die noch übermütig mit dem eigenen Körper umgehen (können). Der dargebotene Thrash/Death Metal bot indes genügend Gelegenheit zum Kopfschütteln. Ferner unternahm der Gitarrist Ausflüge ins Publikum und spielte dort weiter.

Danach kamen Naked Frenzy aus Wuppertal. Die vier Brüder plus Freund haben mit ihrem Thrash/Heavy/Death Metal schon etliche lokale Nachwuchspreise abgeräumt und so manche Pop-Gruppe aus Wettbewerben gekickt. Auffallend bei den Stücken war, daß der Mittelteil oft von Gitarrenpassagen dominiert war, bei denen der Sänger pausierte. Ich habe sie schon einmal gesehen und auch diesmal konnten sie überzeugen und der Menge einheizen. Das fünfjährige Jubiläum der Schüler als Band stand gerade an, so daß natürlich ordentlich abgerockt wurde und viele der (jugendlichen) Fans enthusiastisch mitfeierten. Die Stimmung im Saal war jedoch nicht so 'heiß' wie zuvor bei Rebattered und auch bei den kommenden Lokalmatadoren Contradiction flaute sie etwas ab, was ich so eigentlich nicht erwartet hatte.
Bei Contradiction wurden es immer weniger Leute im Saal, was eventuell auch daran liegen konnte, daß die ganzen Kinder allmählich die Veranstaltungsstätte aufgrund der Uhrzeit verlassen mußten. Nichtsdestotrotz bot Contradiction vor etwa 80 Fans ein druckvolles Konzert mit einer Melange der Stücke aus ihrem fast 20-jährigen Bandbestehen. Schon alleine die Erscheinung vom Frontmann Koffer steht für geballte Energie, was sich auch auf die Menge übertrug. Leider war der Auftritt auch viel zu schnell zu Ende und nach nur einer Zugabe mußte Contradiction die Bühne räumen, da es schon 20 Minuten Verzug gab und noch zwei weitere Gruppen folgen sollten.

Dies war zum einen Pretrash, eine wie der Name schon andeutet Thrash Metal Gruppe aus Essen. Obwohl Koffer zuvor noch angekündigt hatte, daß die Fans noch zwei Gruppen erwartet, waren während des Auftritts nur noch zirka 25 Personen im Saal. Da half auch ein Contradiction-Cover nur wenig und lockte allenfalls die Bandmitglieder an. Die Musik war soweit in Ordnung, jedoch nichts für meine Ohren. Die letzte Gruppe des Abends bildeten die Mönchengladbacher Warfield Within. Die Death Metaller spielten vor nunmehr zwölf Personen (mich mitgezählt) und begrüßten alle anwesenden mit Galgenhumor zur 'öffentlichen Probe'. Keine Ahnung wo die anderen Leute alle waren oder warum sie das Konzert schon verlassen haben (von den Kindern einmal abgesehen). Ich könnte es verstehen, wenn es 3.00 Uhr nachts gewesen wäre und die Leute nach Hause wollen oder noch den letzen Zug erwischen müssen, aber es war noch nicht einmal 24.00 Uhr! Soviel zur 'Szene'. Das war nun wiederum schade für die Gruppe, aber gemessen an der Personenzahl im Saal war es hochgerechnet auf 100 Personen eine sehr gute Stimmung, so daß die Gruppe auch noch zwei Zugaben spielen mußte. Zum (augenzwinkerndem) aufgerufen 'Circle Pit' kam es dann aber aus ersichtlichen Gründen doch nicht. Auch mir gefiel das Dargebotene besser, als das von manch einer Gruppe am Anfang des Abends. So verließ ich dann am Ende zur Geisterstunde die verwaiste Börse.

Wehrmut am 21.09.2008




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