Tod und Verderben seit MCMXCVI! Suchen | Kontakt | Impressum
Kopfbild
Startseite | Konzertberichte | Night of the Witches

.:: True :: UnTrue ::.

» Schnellauswahl «
A B C D
E F G H
I J K L
M N O P
Q R S T
U V W X
Y Z Andere
Splits Sampler

Berichterstattung
  · Konzertberichte
  · Konzertfilme
  · Gesprńche
  · H÷ren & Sehen
  · Streitfńlle

V÷nger
  · Kommerz   · Personal
  · Marschmusik
  · Selbstdarstellung
  · Familienalbum
  · Karriere

» Schnellsuche «

Viel L├Ąrm f├╝r Niemand

Night of the Witches

Oneiros, Goat of Mendes, Dawn of Destiny

Ort: Wermelskirchen / AJZ Bahndamm
Datum: 28.04.2007


An einem viel zu warmen April-Sonnabend begab ich mich unterst├╝tzt durch einen Freund zum AJZ in Wermelskirchen. Dieser bei 'Auf-die-R├╝be'-Grindcore und Death Metal Fans bekannte Veranstaltungsort erbarmt sich mitunter, auch einige andere Metal Konzerte zu geben. An diesem Abend war es eine Mischung aus Pagan, Melodic Death und Gothic Metal. Der Einla├č war mit 19.00 Uhr annonciert, so da├č wir 20.00 Uhr eintrafen und bis auf die Bands kaum jemanden vorfanden. Es dauerte nunmehr noch bis 21.30 Uhr, bis sich nach Techniker-Problemen die erste Band des Abends auf die B├╝hne gesellte.
Der Beschallungsraum f├╝llte sich mit zirka 40 Personen, wovon auch einige zu den anderen Musikgruppen geh├Ârten, die allesamt viele Mitglieder haben. Dawn of Destiny, bestehend aus vier Musikern und einer S├Ąngerin, versuchten ihr M├Âglichstes die 'Menge' zu motivieren, allerdings lie├č sich die Lethargie aus gerade einmal zwei Leuten austreiben. Die Gruppe spielte zum Teil seichtes, zum Teil aber schnelles und tiefgestimmtes Liedgut, welches vornehmlich durch die S├Ąngerin vorgetragen wurde. Mitunter steuerte der Bassist einige Growl-Passagen bei, w├Ąhrend der Gitarrist mit cleaner Stimme sang. Der Keyboarder untermalte das ganze mit sanften Melodieb├Âgen. Zuweilen erinnerte mich die Musik entfernt an Therion-Werke aus der Zeit zwischen Crowning of Atlantis und Deggial. Die Musiker konnten ihre Instrumente wahrlich spielen, allerdings fehlte mir dann der 'Gegendruck' in der Stimme, wof├╝r die S├Ąngerin ja nichts kann. W├Ąhrend des M├Ąnnergesangs des Bassisten pa├čte es schon ganz gut und bei einem St├╝ck tauschte er die Gitarren und spielte etwas Schnelleres - das klang nicht schlecht. Insgesamt bleibt ein positiver Eindruck, auch wenn ich mit der Hauptstimme nicht soviel anfangen konnte. F├╝r eine harte Metalgruppe ist sie zu lasch, f├╝r Gothic zu tief.

Goat of Mendes
Goat of Mendes



W├Ąhrend der Umbaupause gingen wir wieder in den Au├čenhof, um ein wenig frische Luft zu schnappen. Dies war nicht unbedingt notwendig, denn ein Vorteil bei so wenigen Leuten ist das geringe Ma├č an Zigarettenrauchverschmutzung, was sich auch am guten Fotografieren mit Blitzlicht zeigte. Als n├Ąchste Gruppe kam Goat of Mendes auf die B├╝hne. Der un├╝bersehbare Riese von einem S├Ąnger wandelte vorab schon im Hof hin und her und jetzt durfte er endlich auf die B├╝hne. Nach gut zwei Jahren Konzertpause kam die Band nun mit einer leicht ver├Ąnderten Besetzung wieder und begl├╝ckte das treue Publikum mit neuem Material. Seit dem letzten Auftritt haben sich einige ├äu├čerlichkeiten ver├Ąndert: Der Bassist nun ganz in wei├č gekleidet und geschminkt und einer der Gitarristen hatte sein Haupthaar verloren. F├╝r ihn war es ├╝brigens das letzte Konzert, er verl├Ą├čt die Band aber Ersatz ist schon gefunden und eingearbeitet. Nicht ver├Ąndert hatte sich der Auftritt von Surtur, dem S├Ąnger. Mit seinen bestimmt drei Metern K├Ârpergr├Â├če und einer stattlichen Figur griff er sogleich nach seinem verzierten Mikrofonst├Ąnder und heizte den Fans ein. Die Musik ist auf keinen Fall Black Metal (das zu sagen wurde mir vom Gitarristen Marco verboten), sondern weist vielleicht Elemente aus Melodic Death, Pagan, Thrash und Epic Metal auf. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Im Vergleich zu ihren Alben konnten sie die Gastmusiker (Frauengesang, Violine, Keyboard) nicht mitbringen, wodurch der Sound etwas ruppiger klang. Die Musiker verausgabten sich trotz der geringen Zuschauerzahl derma├čen, da├č sich S├Ąnger Surtur gegen Ende des Auftritts entschuldigen lie├č. Ihm wurde es einfach zu hei├č auf der B├╝hne und so fehlte er f├╝r ein St├╝ck. Dieses wurde dann pflichtbewu├čt von den restlichen Mitgliedern eingespielt. F├╝r das letzte St├╝ck war er dann wieder da und schrie ins Mikrofon.

Den Schlu├č am Abend machten Oneiros, die mit ihren acht Personen auf der B├╝hne ein wenig zusammenr├╝cken mu├čten. Im Stile der alten Theater of Tragedy stimmte hier (f├╝r mich) die Mischung aus Frauen- und M├Ąnnergesang. Begleitet von einem Keyboard und einer Violine konnten die restlichen Musiker ordentlich abrocken und die beiden Vokalisten konzentrierten sich voll auf ihre Darbietung. Da nunmehr nur noch etwa 10-15 Personen im Saal waren (die anderen spielten lieber in der Kneipe Tischfu├čball oder verfielen dem Alkohol), konnte sich die Stimmung kaum mehr auf die Anwesenden ├╝bertragen. Oneiros nahm es mit Fassung und Humor und spielte trotzdem ihren lieblich-b├Âsen Dark Metal Mix. Zum Schlu├č wurde noch das Dimmu Borgir Cover von 'Spellbound by the Devil' eingeschoben, so da├č punktgenau ein Uhr Schicht im Schacht war. Ob das die Band so wollte (wegen der Fanmenge) oder der Veranstalter (wohl eher) kann ich nicht sagen, zumindest waren noch vier bis f├╝nf St├╝cke auf der Setlist ├╝brig.

Danach f├╝hrten wir noch einen Plausch mit GoM-Gitarrist Marco ├╝ber die Konzertsituation im Ruhrgebiet mit dem Ergebnis, da├č die Region wohl etwas ├╝bers├Ąttigt ist, da auch an diesem Abend gerade einmal knapp ├╝ber 60 Leute den Weg zum Konzert gefunden haben (aber davon waren nie alle gleichzeitig im Saal). Viele sparen wohl auch auf die zum Teil ├╝berteuerten gro├čen Konzerte und Festivals oder sind einfach zu faul geworden. Wir versicherten Marco noch, da├č wir unser menschenm├Âglichstes unternehmen um die Metallandschaft ├╝berleben zu lassen. So konnte das Underground-Support-Command dann auch getrost nach Hause fahren.

Wehrmut am 29.04.2007




::: zur Galerie (54 Bilder) :::


.:: zurŘck :: nach oben ::.


» Lies dies! «

» Kauf mich «

» Deine Karriere «

© 1996-2019 Vönger
erstellt durch dunkelland - metalArt
Unser RSS-Feed Get Firefox