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Splatter, Death & Norz Norz Norz

Macabre / Impaled Nazarene

Macabre, Impaled Nazarene, Jungle Rot, Disparaged, Whorecore, Ressurecturis, Zorona

Ort: Wermelskirchen / AJZ Bahndamm
Datum: 25.04.2006


Mitten in der Woche, für arbeitendes Volk ungeeignet, fuhr das 'Wtal Shooting Command' (bezogen auf die digitale Ausrüstung für Fotos) zum AJZ in Wermelskirchen. Als wir gegen 19.30 Uhr ankamen, spielte die zweite Band bereits, da das Konzert schon recht zeitig angesetzt wurde.
Die erste Gruppe, Zorona, hatten wir verpaßt und so gingen wir direkt in den Konzertsaal, wo schon Ressurecturis lärmten. Die italienische Death Metal-Gruppe spielte so laut, daß es die Zuhörerschaft wohl wegdrängte, denn vor der Bühne war noch genügend Platz, den man hätte einnehmen können. Der Sound war in Ordnung und somit hörten wir ein wenig dem Gebolze zu. Danach war ein wenig Chillout im Hinterhof angesagt, wo ansonsten bei Konzerten auch gegrillt wird. Angesichts des kalten Wetters und aufkommenden Nieselregens fiel es aber augenscheinlich aus. Also zurück in den Saal zu Whorecore. Wie der Name schon vermuten läßt, handelte es sich dabei nicht um eine reine Metal Band, sondern um eine dieser modernen Hardcore-Hybriden, wie sie dieser Tage wohl im Trend zu liegen scheinen. Harte Rhythmen, Geschrei und eine wild pulsierende Ader auf dem Kopf des Sängers sind mir im Gedächtnis geblieben, aber ansonsten hat mich der Auftritt weniger tangiert. Allerdings fiel mir der Sänger später immer wieder auf, wenn er Frauen anbaggerte ('We have a tour bus out there') oder Rau(s)chwerk zu sich nahm (und da war er nicht der einzige).
Nun kamen Disparaged, die ich schon auf dem Party.San 2005 gesehen hatte. Hier im kleinen Club war der Death/Grind Metal besser aufgehoben als auf einer großen Festivalbühne. So langsam kam dann auch im Publikum Stimmung auf, so daß die Schweizer noch einen Zahn drauf legten und mit ihren wechselseitigen Growls einheizten. Vor den beiden Hauptgruppen kam dann noch Jungle Rot auf die Bühne, die mit dem garstigen Death Metal das Raumklima so weit erhöhen konnten, bis vor der Bühne wild 'getobt' wurde und ich mir einen sichereren Platz im rückwärtigen Raum suchen mußte. Die Musik war spitze, so muß Death/Grind klingen.

Jungle Rot
Jungle Rot



Jetzt kamen endlich Impaled Nazarene, eine Band deren Ansichten umstritten sind, so daß auch einige Konzerte auf dieser Tour abgesagt werden mußten. Den Sänger Mika haben wir schon im Vorfeld zwischen den Tourbussen herumtigern sehen. Dort sah er noch normal aus und leider auch auf der Bühne. Früher bestritt er seine Auftritte ja gerne mal in diversen Maskeraden (mit Spiegeln beklebt, mit Schriftzeichen vollgemalt etc.), diesmal gab es jedoch kein Extras. Der Club war ihm wohl zu klein dafür und Feuer spuckte er auch keins. So war der Auftritt für mich anfangs eher langweilig, da die Musik der Band nun auch keine neuen Dimensionen sprengt. Im Laufe der Darbietung wurde der ruppige Sound dann etwas angenehmer und vor der Bühne bildeten sich wieder 'Tanzkreise' und Stagediver gab es auch. Während der Show wurden zudem Hörerwünsche ('We are Satan's Generation') erfüllte und einige Gastsänger füllten die Bühne. Am Ende des Auftrittes stürmte Mika dann von selbiger, eilte durch den Saal Richtung Ausgang und ward nicht mehr gesehen. Selbst die eigenen Bandmitglieder, die noch Zugaben geben wollten, konnten ihn nicht zurückholen. Eine Zugabe spielten sie dann aber noch ohne den Hauptsänger und gingen dann auch. Was der Auslöser für das Geschehene war kann ich nicht sagen.
Macabre war die letzte Gruppe des Konzertabends. In den Stücken geht es immer um irgendwelche Massenmörder oder gestörte Personen, die Menschen fressen oder verstümmeln. Eingeleitet wurde die Show mit einem 'deutschem Lied', nämlich 'The Wustenfeld Man Eater (Armin Meiwes)'. Die Stücke sind allesamt kurz und schnell, aber langweilig wird es nie denn Sänger Nefarious erzählt vor jedem Lied etwas über den Inhalt und die Person, die dahinter steckt. So hätte man fast meinen können, das Ganze artet in eine Art Bühnenperformance aus, aber dem war nicht so. Druckvolles Schlagzeug und grunzende Stimmen, ein teilweise fratzenziehendes Gesicht des Sängers und die üblichen Randale vor der Bühne ließen den Auftritt positiv an mir vorbeifliegen. Ein 'Hit' der besonders gut ankam war der schon auf dem ersten Macabre Album erschienene Titel über Fritz Haarmann, der auf dem neuen Album jetzt abgeändert zu hören war und zwar mit dem damals gängigen Kinderreim über Haarmann ('Warte noch ein Weilchen, warte noch ein Weilchen / dann kommt Haarmann auch zu dir / Mit dem Hackebeilchen, mit dem Hackebeilchen / macht er Leberwurst aus dir'). Da der Text auf Deutsch verfaßt ist, wurde natürlich eifrig mitgesungen und auch nach dem Lied erhallten noch 'Leberwurst'-Rufe im Saal. Trotz der schon späten Stunde wurde immer mehr Material gefordert, so daß Macabre dann noch eine Zugabe spielen mußten.

Alles in allem war es ein netter Abend mit Death Metal, einer entzauberten Band namens Impaled Nazarene und ein Informationsabend über Fleischverarbeitungswesen. So ging es denn wieder nach Hause, denn am nächsten Tag mußte das neu Gelernte schließlich umgesetzt werden.

Wehrmut am 16.05.2006




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