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Humppa Tätärä

Nattfödd Tour

Finntroll, Ensiferum, The Wake

Ort: Glauchau / Alte Spinnerei
Datum: 23.04.2004


Es schickte sich an, dass die ehrwürdigen Hallen der Alten Spinnerei in Glauchau Besuch aus dem hohen Norden bekamen. Angekündigt hatten sich die finnischen Hünen von The Wake, Ensiferum und den mittlerweile kultigen Leuten von Finntroll. So wäre es eine Schande gewesen, wenn wir (Deadleft nebst Kameraden seiner alten Kampfeinheit und Wehrmut) dieses Konzert in den heftigen Aprilwind hätten sausen lassen. Alsgleich bestiegen wir das metallene Schlachtross und bahnten uns unseren Weg durch die vernebelten Landschaften Sachsens. Warum nur ist bei uns immer so ein schlechtes Wetter zu Konzertfahrten?

Angekommen in Glauchau munterte es uns auf, dass es zumindest nicht mehr regnet und wir gesellten uns, nach Parkplatzsuche, in die Menge der wartenden Fans. Ein Stoßtrupp wurde losgeschickt, um zu erkunden, ob man denn nicht mit den Coupon-Karten aus dem Vorverkauf, die wir wohlweislich schon besorgt hatten, einen gewissen Vorsprung in der Reihe erhaschen konnte. Nix da, obwohl wir schon die Coupons hatten, die ja nur noch gegen echte Karten getauscht werden müssten, war uns das gleiche Schicksal zu teil wie den anderen: bibbern für Finntroll. Nachdem ich erfahren hatte, wie lustig doch früher alles bei der Bundeswehrmacht war, kam langsam das Gefühl auf, dass man die Wartenden vergessen hatte. Die Schlange wurde nicht kürzer und das Stehen dauerte nun schon circa dreißig Minuten, obwohl im Innenraum The Wake schon spielten. Das wurde wohl auch dem Veranstalter zuviel, so dass die Leute mit Vorverkaufsgutschein an eine Zweitkasse durften. Etwas zu spät für uns, diese zwei Meter hätten wir auch noch geschafft...
Im Innenraum angekommen, gingen wir zuerst auf die Empore um uns einen Überblick und ein Getränk zu verschaffen. Nachdem dies erledigt war, waren auch The Wake mit ihrem Auftritt am Ende. Das was wir noch mitbekamen war gar nicht schlecht; melodischer Death Metal. Der Menge schien es gefallen zu haben.
Also auf zu den Verkaufsständen: Der übliche Bandmerchandisingstand, dessen Preisgestaltung ein wenig finnisches Flair verbreiteten, wurde von zwei 'Shops' der üblichen Verdächtigen flankiert. Nach der Sondierung der Lage wurde beschlossen, unnötigen Ballast zu sparen und am Ende des Konzertes einzukaufen, da es grob gesagt nichts Besonderes zu holen gab. Also nahmen wir die Konzertzuhörpositionen vor der Bühne ein und warteten auf den zweiten Act des Abends, Ensiferum.

Finntroll
Finntroll



Völlig unbefangen trugen die Finnen ihr Repertoire vor, welches sich von nordischem Black Metal über folkig klingende Passagen bis hin zu Humppa und Wikinger Sounds erstreckte. Mit seinem Kuh-Cowboyhut begeisterte der Sänger Petri Lindgroos die Menge und machte sofort deutlich, dass hier nicht tiefgründiger oder hasserfüllter Metal gespielt wird, sondern dass es vornehmlich um Spaß geht; Spaß an der Musik und am Konzert. Das verstand dann auch die Menge und es gab alles was man so zum Konzerten braucht: Poger, ausgestreckte Arme, Beifallsrufe, Stagediver (die jedoch mehr als einmal nicht gefangen wurden und unsanft Bekanntschaft mit dem Hallenboden machten) und jede Menge guter Stimmung. Nach gut einer dreiviertel Stunde endete das ganze mit dem 'Battle Song', welcher den Saal noch einmal zum Kochen brachte.
Danach hieß es wieder warten, bis die Umbaupause für Finntroll vorüber war. Gelegenheit für uns, ganz nach vorn zu gehen und dem Mob zu entkommen, um Präzisionsfotos des Geschehens zu machen. Gegen 23.00 Uhr war es dann soweit, die Finnen trollten (1 Euro in die Wortspielkasse) auf der Bühne herum, was bei so einem gewaltigen Frontmann rech imposant wirkt. Deadleft waren diese Rhythmen nicht geheuer, so dass er mehrmals sein Desinteresse kundtat, was aber der Stimmung im Saal keinen Abbruch tat. Zum Glück...
Die Band spielte von all ihren Alben die besten Stücke (Ursvamp, Segersang, Nattfödd etc.pp.), die Fans grölten mit und der Saal kochte abermals vor Begeisterung (exklusive Deadleft natürlich). Einzig der manchmal schlechte Sound schmälerte den Auftritt. Auch schon bei Ensiferum fiel sporadisch das Mikrofon aus, aber alles in allem war der Sound wenigstens relativ gut abgemischt, so dass man auch den Bass hören konnte. Am Ende des Konzertes gab es noch drei Zugaben, obwohl die Fans sicherlich noch mehr Songs hätten vertragen können.

Als dann Finntroll fertig waren, leerte sich der Saal nur langsam da die Hoffnung auf Mehr bei einigen Fans noch anhielt. Aber dem war nicht so, jedoch konnte man die Bands dann im Saal umherwuseln sehen und wer wollte konnte ihnen auch noch ein 'Great!', 'Suomi rules!' oder einfach Geschrei ins Gesicht brüllen. Wir widmeten uns dann erwähntem Merchandise, kauften dann doch noch die ein oder andere CD und fuhren wieder gen Heimat; einen guten Auftritt im Ohr habend.

Wehrmut am 05.06.2005




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