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Menhir Record Release Party

Schwarze Stille, Seirim, Menhir

Ort: Annaberg-Buchholz / Alte Brauerei
Datum: 02.03.2002


Lang war's es her, daß wir (Deadleft und ich, Wehrmut) gemeinsam zu einem Musikereignis fahren konnten. Sei es der persönlichen musikalischen Interessen wegen, aus Zeitmangel oder wegen unüberwindbarer Entfernungen zwischen uns und/oder dem Veranstaltungsort. Mehr spontan als zielgerichtet haben wir nach einem kurzen Gespräch und etwas längeren simultanen Internetrecherchen klären können, wo denn die Alte Brauerei in Annaberg-Buchholz sei und wer denn am Abend überhaupt neben Menhir spielen würde. Allerdings stand nirgends eine Anfangszeit und so fuhren wir flugs los, jedoch nicht ohne noch einmal Einkehr in einer größeren Restaurantkette der etwas anderen Art zu haben, um die aktuellen Sonderangebote zu konsumieren.
Nachdem der Weg nicht wie erwartet in 30 Minuten abgetan war, kamen wir nach ca. 45 Minuten gegen 19.30 Uhr vor der Alten Brauerei an. Abgesehen von ein paar Fahrzeugen und einer überschaubaren Horde von schwarz umzwirntem Volk, war es seelenruhig. Das ließ nichts Gutes ahnen. Ein kurzer Blick durch die verschlossen Türen verriet uns, daß wir ca. 90 Minuten vor Konzertbeginn mit Sicherheit die besten Plätze an der Eingangstür inne hatten. Also zurück zum Wagen und erst einmal ob der sehr borealen Umgebungstemperaturen einen kalten Schluck erfrischend prickelndes Mineralwasser nehmen. Alsbald erschien Norgash von Shelob's Lair, der sich anscheinend in der 'Menge' verschanzt hatte und verkündete, daß gegen acht Uhr der Einlaß beginnt. Na denn, noch eine Weile in der Kälte verharrt und dann ab zum Merchandisestand! Dort angekommen stülpten wir erst einmal unserer Geldbörsen um und tauschten das neue funkelnde Geld gegen wertbeständige Tonträger aus. Man weiß ja nie, wann die nächste Währung kommt...

Seirims Drummer
Seirims Drummer



Langsam füllte sich der Raum und gleichzeitig stieg auch unser Unbehagen, denn mindestens 30 Prozent der 'Fans' hatten blankgeschorene (oder von Natur aus) Kopfoberpartien und untrügerische Indizien ihrer Gesinnung am Leib (z.B. Landser-Pullover). 'Das kann ja ein schöner Abend werden', dachten wir so bei uns und mußten im Laufe des Selbigen arg aufpassen, daß unser sonst üblicher Nazischabernack nicht zu deutlich und zu laut ausfiel!
Gegen 21.00 Uhr konnte die Show dann beginnen und Schwarze Stille erklommen die Bühne. Da wir die Band nun schon einmal ganz und einmal halb verpaßt hatten, konnten wir uns nun darauf freuen, endlich mal den ganzen Auftritt zu sehen. Die Apoldaer Gruppe spielten einige Stücke ihrer neuen CD, aber die Begeisterung im Publikum fiel nicht allzu überschwenglich aus, da für deren Geschmack vielleicht zu viel Keyboard benutzt wurde.
Als dann folgten Seirim. Diese hatten wir schon früher gesehen und eigentlich als nicht besonderen Krawall in Erinnerung. Naja, viel hatte sich so nicht geändert, aber was der Schlagzeuger abgeliefert hat, konnte sich sehen lassen. Ohne Rücksicht auf Leib und Leben knüppelte und sang das Energiepaket, daß einem nur der Mund offen stehen blieb. Trotz des großen Engagements von Seiten der Band blieben die Massen noch recht ruhig, wahrscheinlich um sich die Kraft für Menhir aufzusparen.

Kurz vor Tageswende und gerade rechtzeitig, um unsere fast an der Lüftungsanlage, auf der wir saßen, erstarrenden und nahe vor dem Zufrieren stehenden Backen zu retten, kamen dann Menhir auf die Bühne. Nach einem obligatorischem Intro legten die mittelalterlich gerüsteten Mannen auch gleich los. Anfangs konnte ich mich noch vor der Bühne aufhalten, um Fotos zu schießen, aber als dann ein mächtiges Geschubse losbrach, mußte ich fliehen. Es war ja nicht so, daß die Leute in Begeisterung der Musik ein wenig umhertaumelten. Nein, eine Handvoll Fans stürmten ohne Rücksicht auf Verluste in durch unbeteiligte Publikum. Als dann die ersten Brillen zu Bruch gingen und eine Ordnungskraft die Sache verfolgte, mäßigte sich das Geschehen und man konnte wieder ungestörter den Klängen lauschen. Mir schien es jedoch, als ob der Sänger etwas unzufrieden mit der Menge war, zumindest schaute er immer unbefriedigt drein. Nun ja, als dann einige Wortgefechte der Marke 'Sachsen vs. Thüringen' aufflammten und Menhir mit dem Bathory-Cover 'Woman of Dark Desire' ihr letztes Lied spielten (ihr Keyboarder war neu und konnte noch nicht alle Stücke), meinten ein paar Bowlingköpfe aus dem Elite- Millieu, daß es an der Zeit wäre, mal ordentlich die Sau rauszulassen! So gesehen ging alles friedlich zu, aber 1/3 des Raumes war nur in der Hand von 10 Leuten und der Rest hatte das Nachsehen. Nichtsdestotrotz konnten Menhir, auch mit dem neuen Material, überzeugen. Derart versöhnt fuhren wir dann auch wieder durch das heimatliche Erzgebirge nach Hause.

Wehrmut am 05.06.2005




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