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Lacrimosa - Elodia Tour

Lacrimosa, Lacuna Coil

Ort: Freiberg / Tivoli
Datum: 03.10.1999


Durch einen familären Zufall begab es sich, daß ich (Deadleft) mich am 3. Oktober im Freiberger Tivoli einfand, und dadurch die sicherlich seltene Gelegenheit hatte, Lacrimosa live erleben zu dürfen.
Im Vorprogramm spielten die Italiener von Lacuna Coil, deren Sänger immer wieder betonten, wie gute Freunde sie doch von Lacrimosa wären. Doch das alles half nur wenig, die wenig attraktive Mischung aus altem Paradise-Lost-Gothic-Metal und einer Prise Dark-Wave konnte so gut wie niemanden im Tivoli begeistern. So bleib es dann auch bei vereinzelten Beifallsbekundungen und einer knappen Dreiviertelstunde Spielzeit. Gleich im Anschluß begannen die Bühnenumbauten für die Stars des heutigen Abends. Nachdem sich der samt-schwere Vorhang gehoben hatte und die Band von Lacrimosa zu sehen und hören war, herrschte im über 1000 Personen starken Publikum andächtige Ruhe. Alles wartete auf Tilo Wolff, den Lacrimosa-Sänger und Hall of Sermon Label-Chef. Dessen Auftritt wurde auch mit respektablem Jubel begrüßt und mit einigen pyrotechnischen Effekten begann die fast zwei-stündige Show. Während dieser Zeit festigte sich in mir der Eindruck, den ich auch beim Hören der Alben hatte: Sieht man mal von einigen - für mich - uninteressanten Dark-Wave-Einlagen ab, kann man der Musik von Lacrimosa einen gewissen Reiz nicht aberkennen. Viele Passagen würde ich schlicht und ergreifend als durchweg hörenswerte Rockmusik bezeichnen. Einige Gitarrensoli und Einschübe mit höherem Tempo hätten sicherlich auch so manchen Metal-Fan gefallen können. Die hingebungsvolle Darbietungsweise, der absolut fantastische Sound und die aufwendigen Knall-Bumm-Blitz-Effekte vermochten es, eine ungeheuer dichte Atmosphäre im Tivoli zu schaffen, die selbst mich hin und wieder anerkennend mit dem Kopf nicken ließ.
Die vokalistische Leistung Tilo Wolffs und seiner Partnerin mag man sehen wie man will, den allermeisten wird sie wohl gefallen haben, meinen Geschmack trifft sie aber definitiv nicht. Die schneidende Stimme Wolffs mit diesem - für meine Begriffe - gequälten-nörgelndem Timbre, kann mein Herz einfach nicht erweichen. Besonders unspektakulär sind meines Erachtens nach vor allem die Herz-Schmerz-Texte, die, ordentlich ausgewrungen, sicherlich eine gehörige Portion Schmalz hinterlassen würden.
Aber egal, die Anwesenden waren fast durchweg begeistert, für Tilo und Anne gab's sogar Blümchen, und zwischen zweiter und letzter Zugabe hatte der Lautstärkepegel des Publikums seinen absoluten Höhepunkt erreicht. Mittlerweile kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr und das ekstatische Jubeln war inzwischen lauter als die Musik geworden. Bei einem Black-Metal-Konzert habe ich soetwas noch nie erlebt. Genausowenig wird es wohl auch vorkommen, daß Mayhem mit Maaaaniaaac-Rufen aus dutzenden Mädchen-Kehlen begrüßt werden.
Sieht man mal vom Gesang ab, haben Lacrimosa selbst für mich, über weite Strecken eine Menge guter Musik zu bieten. Und das ist ja wohl die Haputsache.

Deadleft am 04.06.2005




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