Warning: session_start(): open(/tmp/sess_13ad3b4cd8b45f888c9736319900181e, O_RDWR) failed: Disk quota exceeded (122) in /kunden/292513_7027/seiten_vr/voenger/konzerte.php on line 6
The Welkin at Dusk Mini Tour | Konzertbericht | Vönger Musikmagazin
Tod und Verderben seit MCMXCVI! Suchen | Kontakt | Impressum
Kopfbild
Startseite | Konzertberichte | The Welkin at Dusk Mini Tour

.:: True :: UnTrue ::.

» Schnellauswahl «
A B C D
E F G H
I J K L
M N O P
Q R S T
U V W X
Y Z Andere
Splits Sampler

Berichterstattung
  · Konzertberichte
  · Konzertfilme
  · Gespräche
  · Hören & Sehen
  · Streitfälle

Vönger
  · Kommerz   · Personal
  · Marschmusik
  · Selbstdarstellung
  · Familienalbum
  · Karriere

» Schnellsuche «

Die Ehrung der kaiserlichen Kunst im Vorhof der Hölle

The Welkin at Dusk Mini Tour

Emperor, Limbonic Art, Aeternus

Ort: Fraureuth / Ratskeller
Datum: 06.06.1997


Am 6. Juni des noch realtiv jungen Jahres 1997 war es wieder mal soweit, der ohnmächtige Hilferuf einer unbekannten Marketingagentur trieb uns durch ihre zahllosen 'Pressemitteilungen' nach Fraureuth, wo neben Aeternus und Limbonic Art als Support, auch Emperor kamen, um ihren neuen Geniestreich 'Anthems To The Welkin At Dusk' zu promoten.
Die Anreise erfolgte diesmal mit einem VW Polo, genannt 'Der Panzer', der die Mitreisenden durch sein unnachahmliches Motorengeräusch (rassel-brumm) immer wieder zu Heiterkeitsausbrüchen trieb. Schon von weitem sah man vereinzelt-schwarze Haufen vor dem Ratskeller Fraureuth, umrahmt von einer schwarzmetallischen Geräuschkulisse, die alle nach mehr Black Metal dürsteten und einige Anwohner reiferen Alters an den Rande des Suizids begleiteten. Da es Wehrmut nun nach nunmehr totem Tierrollen (Roster) verlangte, mußten wir auf unserem Weg zum Eingang einen Stop beim örtlichen Imbißstand einlegen. Dort angekommen, erreichte uns die, für 2/3 der Personen lustige Nachricht, daß die Freiwillige Feuerwehr Fraureuth (FFF) die munter vor sich hin brutzelnden, goldbraun glänzenden, knackigen und auf den Verzehr wartenden Roster für sich beanspruchten und somit Wehrmut auf ein unwesentlich teureres (96% Preisaufschlag) Stück gequetschtes Muskelfleisch (Steak) mit Brötchen zurückgreifen mußte.
Nach einiger Wartezeit am Eingang und - im Vergleich zu Werdau (siehe oben) - wesentlich besucherfreundlicheren Einlaßprozedur fanden wir uns am, strategisch günstig, mitten auf der Treppe aufgestellten, ersten Merchandisingstand wieder, der uns jedoch nur wenig zum Verweilen einlud. Dann endlich in der Konzerthalle angekommen, die durch eine gewagte Gitterlampenkonstruktion aus den 60er Jahren und den Holzverkleidungsimitaten an den Wänden, einen Hauch von DDR-Nostalgie verbreitete. Nach einem kurzen Vorbeischlendern am Mainmerchandisingstand, der durch offensichtlich norwegisch sprechenden 'Fachverkaufskräfte' geleitet wurde, sicherten wir uns traditionsgemäß einen Platz an der Sonne...ähm...an der Heizung, den wir im Verlauf des Abends immer wieder zu verteidigen wußten und erspähten von diesem Platz einen, an o.g. Gitterlampenkonstruktion angebrachte, High-Tech-VHS-Home-Camcorder, welcher wohl das ganze Gemetzel videografisch festhalten sollte.
Als Opener fungierten die Norweger Aeternus, die versuchten die ca. 350 Konzertbesucher auf das musikalische Beisammensein einzustellen. Mit hämmerndem und brachialem Knüppel-Sound, prügelten sich Aeternus eine Dreiviertelstunde in den Teil des Gehirns, der chronische Müdigkeit verursacht und ließen nur auf Besseres hoffen. Die nun folgende kleine Pause wurde nun von uns genutzt, eine Überprüfung der Getränkequalität durchzuführen, die NIKE zu dem Zitat 'Greizer-Sterbehilfe' (gemeint ist ähnlich heißender Gerstensaft) bewegte.
Doch die zweite Gruppe des Abends, Limbonic Art, ließen uns alle erlittenen Qualen vergessen, und man lauschte voller Entzückung den hymnenhaften Kompositionen der Götter des sinfonischen Black Metals, wie zum Beispiel 'Darkzone Martyrium', 'Beneath The Burial Surface' oder 'Through The Gleams Of Death'. Die Menge war einerseits vom Liedgut der Nordlichter ergriffen, andererseits aber auch ob der Eskapaden des Licht- und des Tonmixers erzürnt. Ersterer konnte zum einen mit seinem Zweifingertippsystem keine echte Lightshowatmosphäre aufbauen und zum anderen 'vergaß' er gen Ende der limbonischen Show, die Tastatur zu bedienen und aß lieber seine Bratkartoffeln. Erwähnter Tonmixer schaffte es während des ganzen Abends nicht, die normalerweise dominierenden Klassikparts bei Limbonic Art entsprechend in den Vordergrund zu rücken. Nur sehr vage konnte man die sonst so ergreifenden Melodien im Hintergrund erahnen.
Doch jetzt endlich war der langerwartete Auftritt von Emperor an der Reihe, der von zahlreichen, das heißt von Wehrmut und NIKE stammenden Kritiken (2/3-Mehrheit unserer Konzertreisegruppe), begleitet wurde. An dieser Stelle soll erwähnt sein, daß die Verfasser nicht immer einer Meinung bezüglich des eigentlichen Hauptacts Emperor waren. Namentlich wollten NIKE und Wehrmut (überzeugte Limbonic Art-Fetischisten) mich von der Minderwertigkeit des stupid-rabiaten Gekloppe überzeugen, während ich (Deadleft) nicht genug von deren Genialität und Vormachtstellung in der Musikszene schwärmen konnte. Dies führte immer wieder zu einigen verbal-kommunikativen Auseinandersetzungen, welche uns wieder zum Getränkestützpunkt trieben, um uns von etwaigen Affekthandlungen und den möglicherweise folgenden Verstümmelungen abzulenken. Laut Wehrmut und NIKE bestand Ihsahns einzig erwähnenswerter Handlung des Abends darin, daß er dem Toningenieur in gepflegtem Cambridge-English einige Kritik zukommen ließ ('We can't do our fucking work. Whatta shit sound...'). Doch nun zurück zum eigentlichen Emperor-Auftritt. Neben einigen Stücken vom 'In The Nightside Eclipse' Album, wie zum Beispiel 'Inno A Satana' oder 'The Majesty Of The Nightsky', wurden natürlich auch Stücke vom neuesten Longplayer 'Anthems To The Welkin At Dusk' zum besten gebracht. Unter anderem trugen Stücke wie 'The Loss And Curse Of Reverence' oder 'Thus Spake The Nightspirit' dazu bei, ein gewaltiges Mehr an Power und Aggressivität in die Halle zu pumpen. Durch den schon beschriebenen Lapsus des Tonmixers aber, wurde ein großer Teil des kaiserlichen Zaubers, nämlich die nunmehr recht eigenständig aufspielenden Akustikparts, einfach weggelassen, was auch zu einigen unfreundlichen Äußerungen Ihsahns gegenüber dem Tonmixer bzw. einer Entschuldigung für das Publikum führte.
Da sich Wehrmut und NIKE während des Emperor-Auftritts langweilten, machten sie einen kleinen Abstecher zum Merchandisingstand, Morfeus' Autogramm wo sie - fast gelangweilt an den Tisch gelehnt - Morfeus von Limbonic Art trafen. Eine von mir gönnerhaft zur Verfügung gestellte Eintrittskarte, ermöglichte es auch NIKE, eben jenem Morfeus ein Autogramm abzuflehen. Wehrmut hatte schon einige Minuten vorher Morfeus zum Beschreiben eines Papierfetzens gedrängt. Doch - und das sollte hier nochmals streng betont werden - zu allererst kam ich in Kontakt mit jenem Musiker, als er mir nämlich seine Armbandnieten in meine am Arm befindlichen Muskelberge rammte.
Teils durch Emperor, teils durch Limbonic Art beglückt, traten wir nunmehr den Weg zum Ausgang an, der durch apathisch auf der Treppe sitzende Personen deutlich erschwert wurde. Trotzalledem (oder gerade deswegen??) freuen wir uns schon auf den nächsten Abstecher in die deutsche Kulturlandschaft des schwarzmetallischen Metals, welcher voraussichtlich allerdings erst nach dem Sommerloch im September stattfinden wird.

Deadleft am 04.06.2005




.:: zurück :: nach oben ::.


» Lies dies! «

» Kauf mich «

» Deine Karriere «

© 1996-2012 Vönger
erstellt durch dunkelland - metalArt
Unser RSS-Feed Get Firefox

Warning: Unknown: open(/tmp/sess_13ad3b4cd8b45f888c9736319900181e, O_RDWR) failed: Disk quota exceeded (122) in Unknown on line 0

Warning: Unknown: Failed to write session data (files). Please verify that the current setting of session.save_path is correct (/tmp) in Unknown on line 0