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Die etwas andere Lounge-Musik

A Crash Course in Doom

Faustcoven, Resonaut, Summit

Ort: Trondheim / Fru Lundgreen
Datum: 24.04.2010


Nach einem obligatorischen 'Vorspiel' bei Freunden und dem Konzertveranstalter begaben wir uns gegen 22.30 Uhr in Richtung Fru Lundgreen, einer etwas beengten Kellerbar in Trondheim. Anders als erwartet, spielte die erste Gruppe schon. Summit, eine neue trondheimer Gruppe die sich dem Doom verschrieben hatten, eröffneten den Abend. Dieser stand unter dem Motto 'A Crash Course in Doom'. Somit war klar, welche Musikrichtung am Abend maßgeblich vorherrschen würde. Das Quartett, mit dem Schlagzeuger von Resonaut am Mikro und Gitarre, spielte gerade ihre zwei letzten Stücke. Diese waren sehr gitarrenbetont und mit wenig Gesang untermalt. Das Publikum war noch nicht so zahlreich versammelt, jedoch denen die da waren gefiel das Gespielte. Summit war somit ein guter Anheizer für die kommenden Resonaut.

Faustcoven
Faustcoven



Innerhalb der letzten zwei Monate war dies nun schon das dritte Konzert in Trondheim, auf dem ich Resonaut sah. Wenn das so weitergeht, werde ich mir einen Phrasengenerator für die Konzertberichte erstellen. Verglichen mit den anderen Auftritten war die Bühnenperformance der drei besser geworden. Auf einer kleinen Bühne kommen sie besser zur Geltung und besonders hat mir das betonte Niederschmettern der Sticks des Schlagzeuger auf sein Instrument gefallen. Aber auch die anderen beiden Musiker sind mittlerweile mit der Interaktion mit dem Publikum versierter. Musikalisch zelebrierten Resonaut Doom/Stoner Rock mit Unterhaltungswert und gaben wie schon zuvor ihre Hits wie 'I Spread' oder 'Kosmodrom' zum besten. Dieses Stück war dann auch das letzte und beendete den nur 30 minütigen Auftritt. Die vielen Anhänger der Gruppe nahmen dies mit Bedauern zur Kenntnis.

Nach einer kurzen Umbaupause kamen Faustcoven auf die Bühne. Die Norweger mit trondheimer Wurzeln konnten die Menge begeistern, welche sich dicht gedrängt vor der Bühne versammelte. Der Doom Metal gepaart mit räudig, rotzigem Sound und Anleihen im Old School und Black Metal paßte wunderbar in den Abend. Die Musiker bereiteten dem Sänger einen konstanten Klangteppich aus schweren Gitarrenriffs und mittelschnellen Schlagzeugspiel. Die Gruppe hatte sowohl alte Sachen in ihrem Programm ('Castle of the Tyrant') als auch neue Stücke von der Rising from Below the Earth-Scheibe ('Curse of the Voodoo Priest'). Am Schluß gab es mit 'Barbarian Assault' und einem weiteren Titel eine kleine Zugabe und nach zirka 50 Minuten war der Spuk vorüber. Unter viel Beifall verabschiedeten sich dann Faustcoven. Ich für meinen Teil finde mittlerweile zunehmend Gefallen an reinen Doom-Konzerten, so daß ich mich schon auf eine Fortsetzung freue.

Wehrmut am 26.04.2010


Videos:
Resonaut # I Spread
Resonaut # Kosmodrom


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