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Same Procedure as Every Year

Ulver - The Rest is Silence

Ulver, Espen Jørgensen

Ort: Trondheim / Studentersamfundet
Datum: 23.04.2010


Bei der üblichen monatlichen Suche auf diversen Internetseiten von Veranstaltern und Clubs bin ich mehr oder minder zufällig auf einen Auftritt von Ulver im trondheimer Studentenclub gestoßen. Dadurch gestaltete sich die Anreise als recht einfach und der Konzertpreis war auch nur halb so teuer wie beim ersten Konzert in Lillehammer. Das Studentersamfundet erwies sich als recht imposante Einrichtung mit vielen kleinen Lounges, Sälen, Bars und anderen Räumlichkeiten. Nachdem ich gegen zehn Uhr in der großen Eingangshalle angekommen bin, ging es flugs in den großen Saal wo das Konzert stattfinden sollte. Dieser Raum ist kreisrund mit Bestuhlung an den Seiten, einer Bühne und mittig mit Parkett. Der Saal ist einem Zirkuszelt nachempfunden und in früheren Zeiten gab es sogar einige Vorführungen mit Ponys. Allmählich füllte sich der Raum und es waren am Ende schätzungsweise 500 Personen anwesend, die sich je zur Hälfte auf die Sitz- und Stehplätze verteilten. Ich war meist auf dem Rundgang oberhalb der Sitzreihen unterwegs, von dem man einen guten Blick auf die Bühne hatte.

Nach einigem Warten trat dann 22.45 Uhr der Gitarrenvirtuose Espen Jørgensen auf. Dieser Alleinunterhalter spielte interessante Stücke auf seiner Gitarre, die mich ein wenig an Tenhi erinnerten. Nur halt nicht als Ensembleleistung, sondern als eine Gitarrenspur davon. Die Besucher bejubelten zwar jedes Lied von ihm, trotzdem war ein reges Aufmerksamkeitsdefizit festzustellen, da viele Leute in private Gespräche vertieft waren. Dies störte und dadurch konnte man der Musik nicht in vollem Maße folgen. Mir gefiel die Musik anfangs ganz gut, aber auf Dauer merkte ich, daß es anstrengend und nervig wurde. Davon abgesehen war es jedoch gut gespielt und der Applaus vom Publikum gerechtfertigt. Nach 30 Minuten war die 'Vorgruppe' von Ulver dann fertig.

Ulver
Ulver



Obwohl eigentlich schon alles auf der Bühne aufgebaut war, dauert es dann trotzdem noch eine halbe Stunde, bevor Ulver mit Spielen anfingen. Auf der für die vielen Musiker - und vor allem die Technik - kleinen Bühnen, wurde wie bei jedem Konzert eine Videoprojektion abgespielt. Der Beginn wurde wieder mit 'Little Blue Bird' eingeleitet, einem für die Konzertmaßstäbe recht fetzigen Lied. Die Bilder auf der Leinwand waren die gleichen wie beim letzten Konzert. Allerdings waren die Effekte nicht so toll wie in Lillehammer und es standen nur einige grelle LED-Säulen auf der Bühne, die den Saal meist nur in ein Blau oder Rot tauchten. Mit bedauern mußte ich zudem feststellen, daß die Titelauswahl im Vergleich zum letztjährigen Konzert in etwa die gleiche war. 'Operator' vom Album Blood Inside ist neu hinzugekommen, dafür sind andere und für mich bessere Titel verschwunden. Auch der Ton war nicht so berauschend und manchmal etwas schrill. Den Leuten im Saal gefiel es und einige wurden - mir völlig unverständlich - recht frenetisch wenn ein neues Lied angespielt wurde, da man bei den zumeist langsamen Stücken nicht so recht in Fahrt kommt. Im zweiten Teil des wieder nur einstündigen Auftrittes wurde es im Publikum abermals unruhiger, da sich Gespräche unter den Leuten etablierten. Am Ende gab es dann keine Zugabe und Kristoffer kam nur noch einmal auf die Bühne um sich zu bedanken, zu sagen daß sie nicht mehr Stücke parat haben und um sein Notebook abzustöpseln - And the Rest was Silence.

Wie schon nach dem Konzert in Lillehammer sage ich mir, daß man eigentlich nicht nochmal zu einem Konzert von Ulver muß. Speziell wenn man dann doch eher die alten Alben mag oder zumindest flottere Stücke wie die von Blood Inside oder A quick Fix of Melancholy. Andererseits sind es eben Ulver und irgendwie hofft man ja doch immer noch, daß vielleicht mal eine 'spezielle' Zugabe gespielt wird. Also wir sehen uns dann wieder im nächsten Jahr...

Wehrmut am 25.04.2010




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