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Negura Bunget Konzert

Negura Bunget, Kathaarsys

Ort: Essen / Turock
Datum: 13.11.2008


Der Arbeitstag w√§hrte lang und voller Hast f√ľllte ich meinen Bauch unter Druckbetankung mit dem Abendmahl, so da√ü ich noch rechtzeitig zum Anfang des Konzertes kommen k√∂nnte. So war ich dann auch 19.29 Uhr, eine Minute vor angek√ľndigtem Konzertbeginn, nach flotter Fahrt in Essen im Turock angekommen. Den Club hatte ich mir gr√∂√üer vorgestellt, da des √∂fteren gro√üe Konzerte stattfinden. Mit der Empore (respektive Raucherlounge) und der Saalgr√∂√üe stellte sich jedoch schnell ein Wohlf√ľhlfaktor ein. Wie sich sp√§ter jedoch herausstellte, fiel die erste Gruppe des Abends, In Element, aus. So begannen Kathaarsys aus Spanien acht Uhr ohne gro√üe Ank√ľndigung oder Soundcheck zu spielen.

Etwas √ľberrascht und -eilt trank ich dann mein Getr√§nk aus, um mich vollends der Musik widmen zu k√∂nnen und fotografische Dienste zu leisten. Das Trio brauchte einige Zeit, um mit der schweren Kost die Menge in Stimmung zu bringen. Die Anwesenden, deren Zahl man an f√ľnf H√§nden abz√§hlen konnte, lauschten and√§chtig den St√ľcken. Diese waren sehr gitarrenlastig und schwer in eine Richtung einzuordnen. In einem Moment klang es wie (melodischer) Death Metal, nur um im n√§chsten Moment in Doom abzurutschen, dann minutenlange Instrumentalpassagen die von Kreischgesang abgel√∂st wurden, gefolgt von normalem Gesang. Dieser Tempowechsel und die damit verbreitete Atmosph√§re klang am Anfang etwas fremd, aber mit fortw√§hrender Spielzeit fand man zu der Musik. Die Spielzeit der St√ľcke war auch dementsprechend: Nach zwei St√ľcken k√ľndigte der S√§nger das dritte und letzte Lied an, da die 'Spielzeit pro Titel recht lang sei'. Recht hat er, denn auf der nach dem Auftritt gekauften Doppel-CD ist keiner k√ľrzer als 14 Minuten. Da jedoch von den Fans eine Zugabe gefordert wurde, einigte man sich auf ein flottes Death-Cover. So endete nach 45min ein recht interessanter Auftritt, welcher mich im Nachhinein sogar mehr faszinierte als der von Negura Bunget, da ich diese schon kannte und wu√üte was mich erwartet.

Negura Bunget
Negura Bunget



Nach einer zirka halbst√ľndigen Umbaupause wurde es dunkel im Saal und zu 'Ceasuri Rele' begann Negura Bunget ihren Auftritt. Danach folgten St√ľcke wie 'Inarborat' oder 'In-zvicnirea apusului', welche die mittlerweile auf 60 Personen starke Fangruppe in sich aufsog. Bei letzterem klang es w√§hrend der Gitarrenmaltr√§tierung so, als w√ľrde ein kalter Wind durch den Saal wehen. Am besten waren nat√ľrlich die St√ľcke mit hohem Folklore-Anteil, bei denen die alten Instrumente zum Einsatz kamen. Besonders das Horn und die Holzkl√∂ppelei waren die Favoriten des Publikums aber auch, als der Drummer von Secrets of the Moon als Gastschlagzeuger eine der Trommeln bedienen durfte. Die Menge, auch wenn es nicht viele waren, verbreitet eine gute Stimmung und kein K√∂rper war zu sehen, der nicht zumindest mitwippte ob der rauschenden Gitarren oder des emotionalen Gesangs von Hupogrammos Disciple's. Nach mehr als 75 Minuten Spielzeit, die mir eher wie die H√§lfte vorkam, beendete Negura Bunget den Auftritt mit Zugaben. Nicht nur ich war der Meinung, da√ü sie ruhig noch 1-2 Stunden h√§tten l√§nger spielen k√∂nnen. So war es dann gegen 22.30 Uhr, als der Konzertabend ein Ende fand.

Wehrmut am 18.11.2008




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