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Soundgarden/Dortmund

Puritanical Euphoric Misanthropia Tour 2001 (2)

Susperia, Lacuna Coil, Nevermore, In Flames, Dimmu Borgir

Ort: Dortmund / Soundgarden
Datum: 03.04.2001


Am 3.4. war es endlich soweit. Ich konnte Dimmu Borgir live sehen. Das war der Grund, warum ich auf das Konzert ging, obwohl ich auch auf die Newcomer Susperia gespannt war. Die anderen Bands interessierten mich nicht ganz so, da Nevermore eine Mischung aus Power und Thrash Metal und Lacuna Coil eher Gothic spielten und In Flames dem Melodic Death zuzuordnen sind, was mich wenigstens ein bisschen interessiert. Na egal...
Also d├╝sten wir (ein paar Freunde und ich) um ca.18 Uhr die ca. 30 km zum Soundgarden in Dortmund. Dort angekommen 'sahen' wir uns erstmal die Bars an und nahmen den Merchandise-Stand stand in Augenschein. Dort gab es aber leider nur T-Shirts und Longsleeves. Keine einzige CD! Also 'musste' ich mich wohl oder ├╝bel mit einem Susperia T-Shirt begn├╝gen.
Die Band (Susperia) fing dann auch p├╝nktlich um 19.30 Uhr an. Der Sound war verh├Ąltnism├Ą├čig leise aber trotzdem klar und alle Instrumente waren gleich laut. Susperia spielten eine schwer zu beschreibende Mischung aus Black und Thrash Metal mit viel unverzerrtem Gesang. Der Ex-Dimmu Borgir Drummer Tjodalv konnte auch ├╝berzeugen. Geheadbangt wurde nur vereinzelt in den ersten Reihen. Der Auftritt fand sein H├Âhepunkt mit der 'aus-1-meter-bier-in-mund-kipp'-Einlage vom S├Ąnger Athera und schlie├člich sein Ende nach etwas zur kurzen 30 Minuten.
Nach einer einer kurzen Umbauphase wurden die Lichter ausgemacht und im Schatten kamen ein paar Leute auf die B├╝hne. Ich dachte erst Dimmu Borgir? Das wurde prompt mit dem super intelligenten Satz von meinem Freund kommentiert: 'Kann nicht sein der S├Ąnger hat Titten!' Also Lacuna Coil. Die m├Âchte ich allerdings nicht weiter kommentieren, weil sie meinen Geschmack v├Âllig verfehlen. Allerdings waren die Duett-Einlagen von S├Ąnger und S├Ąngerin relativ interessant.
Die anschlie├čend auftretenden Nevermore gefielen mir dann doch besser, als ich erwartet hatte. Besonders der S├Ąnger schaffte es, das Publikum zum Mitmachen zu annimieren. Als er dann noch mit dem Mikrofon ins Publikum sprang und dort weiter ins Mikro kreischte kannt die Begeisterung keine Grenzen mehr. Dazu m├Âchte ich erw├Ąhnen, da├č der Sound von Band zu Band immer lauter wurde. Als dann auch Nevermore dann aufh├Ârten zu spielen, wurde wieder mal umgebaut.
Der S├Ąnger von In Flames trug ein knallrotes Hawaii-Hemd! Der Sound wurde wieder etwas lauter aber auch schlechter. In Flames konnte mich leider musikalisch ├╝berhaupt nicht ├╝berzeugen. Das schien den anderen (mittlerweile ca. 700-800) Besuchern ├╝berhaupt nicht so zu gehen. Man headbangte und pogte bis zum umfallen. Als In Flames nach einer, f├╝r mich viel zu langen, Stunde die B├╝hne verlie├čen, wurde es noch ein wenig enger, denn jetzt wusste man : Jetzt kommt Dimmu Borgir.
Ich dr├Ąngelte mich erstmal ganz nach vorne durch, um mehr zu sehen. Nach einer langen Umbauphase kamen dann endlich die Norweger auf die B├╝hne gerannt. Ich kann mich nicht mehr so richtig an die Songs erinnern, aber ich meine sie begannen ihren Auftritt mit 'The Insight and the Catharis' von Spiritual Black Dimensions. Danach spielten sie eine ausgewogene Mischung aus ihren letzten drei Alben 'Enthrone Darkness Triumphant', 'Spiritual Black Dimensions' und 'Puritanical Euphoric Misantrophia'. Leider wurde kein einziges Lied von den ersten beiden Alben 'For all Tid', und 'Stormblast' gespielt. Der Sound war wieder etwas lauter geworden und alle Instrumente waren - vom Keyboard mal abgesehen - gleichlaut. Jenes h├Ârte man bis auf ganz wenige Ausnahmen ├╝berhaupt nicht! Das war nicht das einzige ├ärgernis, denn ich musste feststellen das meine Fotokamera keine Fotos machen wollte und schon die ganze Zeit keine Fotos gemacht hat. Als dann auch der Auftritt zu Ende war, wurde flei├čig eine Zugabe gefordert und sofort erf├╝llte uns Dimmu Borgir diesen Wunsch mit dem St├╝ck 'Mourning Palace'. Dieser wurde fast perfekt gespielt und sogar das Keyboard konnte man ein wenig h├Âren. Danach warf Shagrath sein Handtuch in die Menge und die Band verlie├č die B├╝hne. Also tranken wir dann noch was und fuhren dann nach Hause. Alles in allem ein geiler Abend!

Necroth am 04.06.2005




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