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Summoning

Beständigkeit und Originalität


Mit der Veröffentlichung ihres zweiten Album 'Minas Morgul' vor fünf Jahren haben Summoning einen Stil geprägt, der seitdem über Genregrenzen hinweg eine treue Fanschar anzieht. Summoning haben sich in überschaubaren Schritten von Album zu Album entwickelt, sind nie stehen geblieben, haben dabei aber nie den mit 'Minas Morgul' eingeschlagenen Weg verlassen. Zum neuesten Werk 'Let the Mortal Heroes Sing Your Fame' befragten wir Protector und Silenius per eMail.


Summoning Als erstes erzähl' uns vom neuen Album 'Let the Mortal Heroes Sing Your Fame'. Was wird uns erwarten?

Protector: Das neue Album wird wieder keyboard- und hymnenlastiger sein als sein Vorgänger. Während auf 'Stronghold' die meisten Melodien von den Gitarren getragen wurden, spielen jetzt wieder die Keyboards eine grössere Rolle. Trotzdem sind zahlreiche Elemente von 'Stronghold' (wie etwa der komplexere Gitarrenstil in den Strophen) beibehalten worden.
Ausserdem werden die Drum-Sounds wesentlich stärker in den Vordergrund treten und zahlreiche Sprachsamples den Sound von Summoning bereichern.


Auf diesem Album wollt ihr zum ersten Mal auch Texte von einem anderen Autor als Tolkien verarbeiten. Ist der Fundus von Tolkien mittlerweile erschöpft? Bzw.: Habt ihr schon einmal daran gedacht, eigene Texte zu schreiben?

Silenius: Beinahe. Wir haben aber schon auf dem letzten Album 'Stronghold' auf Texte anderer Autoren zurückgegriffen; im damaligen Fall Gedichte altenglischer Sagen. Diesmal wurden neben Tolkientexten auch Textauszüge von Michael Moorcock aus seiner Elric-Saga verwendet. Wir haben auf unseren ersten Alben daran gedacht, Texte zu schreiben und das auch getan; haben aber mit der Zeit die Lust daran verloren.


'Der Herr der Ringe' erlebt zur Zeit einen regelrechten Boom und hält sich seit einigen Wochen in den Bestsellerlisten. Inzwischen wurde das Buch auch verfilmt. Freut es Dich, daß sich Tolkiens Hauptwerk endlich so großer Popularität erfreut?

Silenius: Soweit ich weiß, führt der Herr der Ringe schon seit Jahrzehnten das obere Drittel der Bestsellerlisten an. Durch die Neuverfilmung wird die Popularität aber sicher noch kräftig steigen. Die Vorab-Trailer lassen Grosses erhoffen; alles in allem lassen wir uns aber überraschen und ich werde erst dann ein Urteil abgeben, wenn ich den Film gesehen habe. Dass unsere CD zeitgleich erscheint, war nicht geplant, ist aber sicher ein positiver Nebeneffekt, der uns vielleicht ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bringt.


Auf eurem letzten Album 'Stronghold' kam bei 'Where Hope and Daylight Die' eine weibliche Stimme zum Einsatz. Auf dem neuen Album wollt ihr darauf verzichten, um euch etwas mehr vom Gothic Metal abzugrenzen. Warum? Viele Menschen aus dieser Szene scheinen eure Musik doch zu mögen.

Silenius: Der weibliche Gesang hat bestens zu diesem Song gepasst; allerdings zwiespältige Reaktionen hervorgerufen, was uns aber nicht weiter gestört hat. Der Grund, warum wir diesmal auf weiblichen Gesang verzichtet haben, ist, wie du schon erwähnt hast, in der Abgrenzung zum Gothic Metal zu suchen, da ich diesen Stil nicht besonders schätze aber Summoning in den letzten Jahren von verschiedenen Seiten immer mehr in diese Richtung gedrängt wurde. Trotzdem werden wir, wenn uns danach sein sollte, sicher auch irgendwann einmal wieder auf weiblichen Gesang zurückgreifen.


Ihr habt ja schon in einigen Interviews gesagt, daß es aus verschiedenen Gründen keine Liveauftritte von Summoning geben wird. Reizt euch aber nicht doch der Gedanke, bei einem Konzert, in welcher Form auch immer, direkt die Reaktionen der Besucher spüren zu können?

Protector: Wir sind einfach der Meinung, dass unserer Sound live bei weitem nicht so zur Geltung kommen würde wie auf der CD. Hört man die Musik von Summoning, denkt man unweigerlich an eine Fantasy Welt mit Elfen und Zwergen; der Anblick von zwei normalen Menschen auf einer Rockbühne würde diese Illusion zerstören. Summoning soll einfach nicht zum Mitrocken anregen, sondern dazu dienen, in die Musik zu versinken und sich ihrer Welt hinzugeben.


Summoning Für wen schreibt ihr die Musik? Soll sie hauptsächlich euch gefallen oder denkt ihr beim Komponieren auch daran, wie sie auf andere wirken könnte?

Protector: Sobald wir uns beim Komponieren darüber den Kopf zerbrechen würden, welche unserer Melodien wohl bei den meisten Hörer ankommen würden und welche nicht, wären wir eine simple Kommerzband. Summoning ist aber eben deshalb so weit gekommen, weil wir noch nie in unserer Bandgeschichte auch nur irgendwie Rücksicht auf den Geschmack anderer Leute genommen haben.
Als wir unseren typischen Summoning-Stil erschaffen haben, waren schnelle harte Blastbeats und Gitarren und ein echtes Schlagzeug total in; trotzdem haben wir unseren langsamen, schleppenden Stil sowie die Keyboard Drum-Sounds beibehalten. Hätten wir auf die Meinung anderer gehört, würde Summoning jetzt nicht so klingen wie die Band heute klingt.


Wie beurteilst Du heute euer Debut 'Lug-Burz', das sich um einiges von den folgenden Alben unterscheidet?

Protector: Mit dieser CD haben wir unsere ersten Erfahrungen gesammelt. Sie war gewöhnlicher Black Metal, hatte aber bereits ein paar Keyboardstellen, welche schon ein wenig auf die folgenden CDs schließen ließen. Diese CD hat zwar für mich nicht den Stellenwert wie die anderen CDs, war aber trotzdem notwendig, um zu unseren eigenen Stil zu finden.

Silenius: Es ist richtig, dass wir bei dieser CD noch sehr von unseren damaligen Idolen abgekupfert haben und man von einem eigenen Stil noch nicht im Geringsten sprechen konnte. Alles war noch sehr chaotisch, die Lieder wurden teilweise live eingespielt, waren von Fehlern, und vom Kompositorischen her mit gröberen Makeln behaftet. Trotzdem stehen wir zu dieser CD, da sie unsere Anfänge dokumentiert so wie sie jede Band wohl durchläuft.


Summoning stehen seit der Veröffentlichung des Debuts vor sechs Jahren bei Napalm Records unter Vertrag. Es scheint das perfekte Label für euch zu sein, oder?

Silenius: Meine damaligen Bands Abigor und Summoning stießen zu Napalm zu einer Zeit als auch dieses Label noch in den Kinderschuhen steckte. Wir waren froh, ein Label zu finden, welches unsere CDs veröffentlichte und auch vertrieb, und Napalm war froh, endlich Bands zu haben, die auch etwas verkauften. Somit entstand eine gegenseitige Unterstützung sowie die nötige Freundschaft und der nötige Respekt und vor allem das nötige Vertrauten, um über längere Zeit bei diesem Label zu bleiben. Mittlerweile zählen Max und Karl zu meinen besten Freunden und die relativ geringe örtliche Distanz tut ihr übriges um etwaige Probleme auf direktem, persönlichen Weg aus dem Weg zu räumen.


Summoning Welche Projekte/Bands habt ihr zur Zeit neben Summoning laufen oder in Planung? Silenius, wirst Du weiter an Kreuzweg Ost arbeiten?

Protector: Ich bin neben Summoning mit zwei weiteren Projekten beschäftigt. Mit meinem Electro-Industrial-Darkwave Projekt 'Ice Ages' (www.iceages.info) habe ich vor einem Jahr die zweite CD 'This Killing Emptiness' auf Napalm Records herausgebracht. Diese CD soll eine extrem düstere futuristische Welt darstellen und besteht ausschliesslich aus synthetisch klingenden Keyboardmelodien, harten Drum und Geräuschsound und meiner elektronisch verzerrten Stimme.
Das zweite Projekt heisst 'Die Verbannten Kinder Evas' (www.dvke.info) und vermittelt melancholisch altertümliche Stimmungen. Auf der neuesten CD 'In Darkness Let me Dwell' sind Tania (die schon auf Stronghold zu hören ist) und ich zu hören.

Silenius: Ich habe das Projekt 'Kreuzweg Ost' fest in mein Herz geschlossen, und habe natürlich vor, es fortzuführen. Allerdings ist es im Augenblick zu früh, Näheres zu einem Nachfolgealbum zu sagen. Ich werde mir darüber den Kopf zerbrechen, wenn sich der Rummel um die neue Summoning CD wieder gelegt hat und ich meinen Kopf frei habe für neue Ideen.


Sielnius, welche drei Alben, die Du in letzter Zeit gehört hast, könntest Du weiterempfehlen und warum? Mal von den Bands abgesehen, in denen Du selber spielst.

Silenius: Die drei Bands, deren CDs ich zuletzt gekauft habe und mich auch wirklich beeindruckt haben, waren Tribe of Circle, Derniere Volonte sowie Operation Cleansweap. Alle drei Bands kommen aus der Ritual-Industrial und Military Szene.


Was steckt hinter den Machern von Summoning? Welche Themen bewegen euch privat? Welchen Beruf übt ihr aus und was macht ihr, wenn ihr nicht musiziert?

Protector: Ich befinde mich momentan in einer Multimedia Ausbildung und beschäftige mich mit dem Programmieren von Webpages und Datenbanken und der Erstellung von 3D-Grafiken und CD-ROMs.

Silenius: Im normalen Leben schätze ich mich selbst eher distanziert und konservativ ein. Im Augenblick bewegt mich vor allem meine neue Freundin; berufsmässig bin ich nach wie vor CD-Verkäufer und wenn ich nicht gerade musiziere, liege ich eigentlich nur faul im Bett herum und schaue mir zweit- und drittklassige Videos an, bei den ich meistens einschlafe.


Was sagen eure Familien zu Summoning?

Protector: Meiner Mutter gefallen die Melodien und der Sound von Summoning sehr gut, wenngleich sie sich nicht so recht mit unseren Black Metal Stimmen anfreunden kann.

Silenius: Sie tolerieren es und geben sich grösste Mühe so zu tun, als ob sie stolz auf mich wären. Und ich gebe mir die grösste Mühe so zu tun, als ob ich es ihnen abkaufen würde.


Wie seid ihr zu euren Pseudonymen gekommen?

Protector: Die Pseudonyme haben keine grössere Bedeutung, sondern sind einfach beeinflusst von den frühen Thrash- und Black Metal-Bands der 80er und 90er Jahre. Man muss nicht in jeder Hinsicht progressiv sein.


Wie sieht die Zukunft von Summoning aus?

Protector: Wir haben noch überhaupt nichts geplant. Ich werde mich in nächster Zeit eher mit 'Die Verbannten Kinder Evas' beschäftigen und erst später über Summoning nachdenken.

Silenius: Hoffentlich rosig (nicht im Homosexuellen Sinne gemeint).


Wir bedanken uns für dieses Interview.


Deadleft am 03.01.2004


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